9 Zentren, 8 Trigramme: Das Solarplexus Zentrum

Einen lieben Gruß an meine Leser,

heute möchte ich weitermachen mit meiner Reihe über die Zentren, und diesmal ist das Solarplexus-Zentrum dran. Da ich mich bei dieser Betrachtung sehr stark auf die Trigramme bzw. Hexagramme konzentriere, steht dieser Beitrag sozusagen ganz im Zeichen des Feuers 🙂

 
Heart Fire Wallpaper

Quelle: http://pichost.me

Dieses Bild zeigt für mich einige der Qualitäten des Trigramms Feuer –

Fire_trigram-150x150

es steht für eine wilde Kraft, die man nicht so leicht loswird (es heisst auch das haftende Feuer), es kann sehr hell strahlen, steht für Klarheit und Licht, kann einem aber auch schmerzhafte Verbrennungen zufügen. Das grosse Thema, um das es im Solarplexus-Zentrum geht, sind die Emotionen – und diese haben sehr viel mit der Feuerenergie zu tun. Besonders schön ist der Zusammenhang im Rad ersichtlich, hier kann man sehen, dass 6 von 8 Hexagrammen mit dem unteren Trigramm Feuer (nämlich 49, 30, 55, 37, 22, 36) sich im Solarplexus-Zentrum befinden. Eines befindet sich selbstverständlich im G-Zentrum (Hexagramm 13) und das letzte noch fehlende hat seinen Platz im Kopf-Zentrum (Hexagramm 63). Zum Tor 63 gibt es übrigens noch eine weitere Verknüpfung – die Hexagramme 22, 36, 37 und 63 bilden nämlich gemeinsam die Aminosäure Prolin. An dieser Stelle möchte ich nicht weiter auf diese Zusammenhänge eingehen, kann Interessierten jedoch nur empfehlen, sich mit den Vorträgen von Martin Grassinger zu beschäftigen.

SolarplexusMandala

Das einzige Hexagramm im Solarplexus-Zentrum ohne ein Feuertrigramm ist das Tor 6, das sozusagen den Gegenpol einnimmt und als unteres Trigramm Wasser hat. Die Energie von Wasser stellt eine bremsende Kraft dar, ein Hindernis oder auch Gefahr bzw. den Umgang mit Gefahr. Hexagramm 6 hat offenbar eine regulierende Funktion, was die Emotionen betrifft, es bestimmt wie sehr man sich gewissen Emotionen öffnet oder verschliesst. Hätten wir in diesem Zentrum nur Feuer-Hexagramme, so würden uns Menschen die Emotionen noch viel stärker hin- und hertreiben, als sie es ohnehin schon tun. Und wo Feuer unreguliert brennen kann, bleibt am Ende nur Asche zurück – diese Metapher ist übrigens auch sehr gut passend für den Strom des Fühlens (41-30 und 36-35), der zentral für den Weg der Erfahrung ist. Hier geht es darum, viele verschiedene Erfahrungen zu machen, damit die Menschheit daraus lernen kann.  Würde man bei einer Erfahrung hängen bleiben, so würde die Entwicklung stagnieren, daher ist es hier auch wichtig, das das Feuer ganz abbrennt, die Erfahrung ganz durchgemacht wird, bis kein Brennstoff mehr übrig ist. Dann wird man einen neuen Brennstoff – eine neue Erfahrung – finden, die man durchlebt, bis auch dort einen nichts mehr hält usw.

Wir haben es hier mit einem sehr starken Motor zu tun, denn die Kraft der Emotionen kann sehr mitreissend sein, dies wird wenn dann nur noch von einer starken Kampf-Flucht-Reaktion aus dem Wurzelzentrum übertroffen. Nachdem starke Emotionen in unserer Gesellschaft viel häufiger auftreten als Kampf-Flucht-Reaktionen, hat das Solarplexus-Zentrum somit einen stärkeren Einfluss auf unser tägliches Leben. Das dürfte auch der Grund sein, warum diesem Zentrum bei der Ermittlung der „inneren Autorität“ die höchste Priorität gegeben wird.

Kann man diese starken Emotionsenergien gut nutzen, lässt sich vieles damit bewegen – wenn man etwas tut, wofür man „Feuer und Flamme“ ist, sind die Energiereserven schier unerschöpflich. Jedoch hat das Feuer eine eigene Dynamik, an manchen Tagen brennt es stärker und wilder und an manchen ist es fast erloschen – entsprechend ist dann auch die emotionale Motivation, etwas zu tun. Dies ist ein natürliches Wechselspiel und wird klassisch als die „emotionale Welle“ bezeichnet, wobei man das Auf und Ab der Emotionen z.B. mit einer Sinuswelle veranschaulicht. Aus diesem natürlichen Auf und Ab resultiert auch der gute Rat für emotional definierte Menschen, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen – denn man weiss nie, ob das Gefühl zu einem Thema sich bis zum nächsten Tag nicht drastisch ändert.

Zum Abschluss möchte ich noch folgendes auf den Weg mitgeben: Den emotional offenen Menschen würde es gut tun zu lernen, mit den vielen Emotionen der anderen Menschen, die sie wahrnehmen, umzugehen und sich nicht mit diesen zu identifizieren. Den emotional definierten Menschen würde es gut tun zu lernen, ihre eigenen Emotionen frühzeitig zu erkennen und in Balance zu bringen. Ich behaupte mal, das ist ein wirklich grosses und lohnenswertes Lernfeld – und ich persönlich habe erst einen kleinen Teil dieses Feldes für mich bearbeitet. Aber wenn wir alle auch nur ein wenig aber mit Umsicht daran arbeiten, kann uns das Feuer viel Wärme und Licht bringen anstatt nur dauernde Verbrennungen.

Freude,

Geri

siehe auch:

9 Zentren, 8 Trigramme: Das Wurzelzentrum

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Über Geri

www.bauchstimme.at
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