Buchempfehlung: „Eat to live“

Hallo liebe Leser,

 

heute möchte ich eine Buchempfehlung aussprechen für ein Werk über gesunde Ernährung: „Eat to live“ von Dr. Joel Fuhrman, seit etwa einem halben Jahr auch auf deutsch erhältlich.

Eat-to-Live

Dieses Buch würde ich all jenen empfehlen, die sich noch nicht eingehend mit Fragen zur gesunden Ernährung befasst haben (wer sich schon eingehend damit befasst hat, wird hier wohl wenig Neues vorfinden). Obgleich es wie ein Diät-Buch (noch dazu ein amerikanisches, darüber hat man hingwegzusehen 😉 ) aufgemacht ist, handelt es sich bei Eat to live aber nicht um eine kurzfristige Diät, die man ohnehin nicht lange durchhält, sondern um eine völlige Umstellung der Ernährung, die unlimitiert machbar ist. Die Umstellung auf die empfohlenen Mengen von Obst und Gemüse sind für die meisten westlichen Menschen tatsächlich radikal, und Dr. Fuhrman geht auf viele aussagekräftige Studien ein (wie zb. die China-Cornell-Oxford Studie), die belegen, warum das eine sehr gute Idee ist.

Besonders hilfreich kann dieser Ernährungsansatz sein für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes (Typ 2) und Übergewichtigen. Bei diesen Gruppen ist das positive Veränderungspotential am höchsten, aber für die meisten westlichen Menschen stellt sein Ansatz ein gutes Potential für Gesundheitsverbesserung dar.

Auch für mich waren einige Aha-Erlebnisse in diesem Buch verpackt, die mir klar gemacht haben, wie abhängig wir von manchen Lebensmitteln sind, ohne dass dies gut und sinnvoll für uns ist. Mir half es, meine Perspektive zu erweitern und neue Experimente mit Essen zu wagen, die hauptsächlich darin bestanden, unnötiges wegzulassen und das natürliche wieder geniessen zu lernen.

Alles Liebe,

Geri

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9 Zentren, 8 Trigramme: Das Solarplexus Zentrum

Einen lieben Gruß an meine Leser,

heute möchte ich weitermachen mit meiner Reihe über die Zentren, und diesmal ist das Solarplexus-Zentrum dran. Da ich mich bei dieser Betrachtung sehr stark auf die Trigramme bzw. Hexagramme konzentriere, steht dieser Beitrag sozusagen ganz im Zeichen des Feuers 🙂

 
Heart Fire Wallpaper

Quelle: http://pichost.me

Dieses Bild zeigt für mich einige der Qualitäten des Trigramms Feuer –

Fire_trigram-150x150

es steht für eine wilde Kraft, die man nicht so leicht loswird (es heisst auch das haftende Feuer), es kann sehr hell strahlen, steht für Klarheit und Licht, kann einem aber auch schmerzhafte Verbrennungen zufügen. Das grosse Thema, um das es im Solarplexus-Zentrum geht, sind die Emotionen – und diese haben sehr viel mit der Feuerenergie zu tun. Besonders schön ist der Zusammenhang im Rad ersichtlich, hier kann man sehen, dass 6 von 8 Hexagrammen mit dem unteren Trigramm Feuer (nämlich 49, 30, 55, 37, 22, 36) sich im Solarplexus-Zentrum befinden. Eines befindet sich selbstverständlich im G-Zentrum (Hexagramm 13) und das letzte noch fehlende hat seinen Platz im Kopf-Zentrum (Hexagramm 63). Zum Tor 63 gibt es übrigens noch eine weitere Verknüpfung – die Hexagramme 22, 36, 37 und 63 bilden nämlich gemeinsam die Aminosäure Prolin. An dieser Stelle möchte ich nicht weiter auf diese Zusammenhänge eingehen, kann Interessierten jedoch nur empfehlen, sich mit den Vorträgen von Martin Grassinger zu beschäftigen.

SolarplexusMandala

Das einzige Hexagramm im Solarplexus-Zentrum ohne ein Feuertrigramm ist das Tor 6, das sozusagen den Gegenpol einnimmt und als unteres Trigramm Wasser hat. Die Energie von Wasser stellt eine bremsende Kraft dar, ein Hindernis oder auch Gefahr bzw. den Umgang mit Gefahr. Hexagramm 6 hat offenbar eine regulierende Funktion, was die Emotionen betrifft, es bestimmt wie sehr man sich gewissen Emotionen öffnet oder verschliesst. Hätten wir in diesem Zentrum nur Feuer-Hexagramme, so würden uns Menschen die Emotionen noch viel stärker hin- und hertreiben, als sie es ohnehin schon tun. Und wo Feuer unreguliert brennen kann, bleibt am Ende nur Asche zurück – diese Metapher ist übrigens auch sehr gut passend für den Strom des Fühlens (41-30 und 36-35), der zentral für den Weg der Erfahrung ist. Hier geht es darum, viele verschiedene Erfahrungen zu machen, damit die Menschheit daraus lernen kann.  Würde man bei einer Erfahrung hängen bleiben, so würde die Entwicklung stagnieren, daher ist es hier auch wichtig, das das Feuer ganz abbrennt, die Erfahrung ganz durchgemacht wird, bis kein Brennstoff mehr übrig ist. Dann wird man einen neuen Brennstoff – eine neue Erfahrung – finden, die man durchlebt, bis auch dort einen nichts mehr hält usw.

Wir haben es hier mit einem sehr starken Motor zu tun, denn die Kraft der Emotionen kann sehr mitreissend sein, dies wird wenn dann nur noch von einer starken Kampf-Flucht-Reaktion aus dem Wurzelzentrum übertroffen. Nachdem starke Emotionen in unserer Gesellschaft viel häufiger auftreten als Kampf-Flucht-Reaktionen, hat das Solarplexus-Zentrum somit einen stärkeren Einfluss auf unser tägliches Leben. Das dürfte auch der Grund sein, warum diesem Zentrum bei der Ermittlung der „inneren Autorität“ die höchste Priorität gegeben wird.

Kann man diese starken Emotionsenergien gut nutzen, lässt sich vieles damit bewegen – wenn man etwas tut, wofür man „Feuer und Flamme“ ist, sind die Energiereserven schier unerschöpflich. Jedoch hat das Feuer eine eigene Dynamik, an manchen Tagen brennt es stärker und wilder und an manchen ist es fast erloschen – entsprechend ist dann auch die emotionale Motivation, etwas zu tun. Dies ist ein natürliches Wechselspiel und wird klassisch als die „emotionale Welle“ bezeichnet, wobei man das Auf und Ab der Emotionen z.B. mit einer Sinuswelle veranschaulicht. Aus diesem natürlichen Auf und Ab resultiert auch der gute Rat für emotional definierte Menschen, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen – denn man weiss nie, ob das Gefühl zu einem Thema sich bis zum nächsten Tag nicht drastisch ändert.

Zum Abschluss möchte ich noch folgendes auf den Weg mitgeben: Den emotional offenen Menschen würde es gut tun zu lernen, mit den vielen Emotionen der anderen Menschen, die sie wahrnehmen, umzugehen und sich nicht mit diesen zu identifizieren. Den emotional definierten Menschen würde es gut tun zu lernen, ihre eigenen Emotionen frühzeitig zu erkennen und in Balance zu bringen. Ich behaupte mal, das ist ein wirklich grosses und lohnenswertes Lernfeld – und ich persönlich habe erst einen kleinen Teil dieses Feldes für mich bearbeitet. Aber wenn wir alle auch nur ein wenig aber mit Umsicht daran arbeiten, kann uns das Feuer viel Wärme und Licht bringen anstatt nur dauernde Verbrennungen.

Freude,

Geri

siehe auch:

9 Zentren, 8 Trigramme: Das Wurzelzentrum

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Das dream.team

Seid mir gegrüßt meine lieben Leser,

heute möchte ich versuchen, allgemein verständlich zu erklären, wie Teams aus der Sicht von GanzHeilIch funktionieren. Grundsätzlich geht man hier davon aus, dass jeder Mensch eine individuell einzigartige Kombination von Qualitäten hat, die er von Geburt an mitbringt. Sozusagen seine Grundstruktur, wie auch z.B. der Körperbau, der genetisch festgelegte Komponenten hat (Grösse, Haarfarbe, Augenfarbe etc.). Wenn ein einzelner Mensch ein Puzzleteil darstellt, so ist es möglich, mit mehreren Menschen, die individuell ganz unterschiedlich sind, ein großes Gesamtbild zusammenzustellen wie im folgenden Bild:

 

jigsaw-herz-21144

Manche der Puzzleteile sind sich sehr ähnlich, nur spiegelbildlich, andere sind ganz unterschiedlich, aber doch ist es mit genau dieser Kombination von Teilen das Bild eines Herzens zusammenstellen. Hätte ich stattdessen genauso viele Teile (in diesem Fall 27), aber nicht diese Kombination an Teilen, könnte ich mich abmühen soviel ich will, ich werde kein Herz damit bauen können. Ebenso wird es bei einem Team, das nicht mit den entsprechenden Menschen mit den passenden Qualitäten zusammengestellt ist, nicht richtig flutschen. Ständige Reibereien und gegenseitiges Blockieren steht dann an der Tagesordnung, es läuft einfach nicht rund. Und auch viele Stunden Coaching werden an dieser Grundproblematik nichts ändern können.

Wenn ich umgekehrt aber darauf achte, ein Team bereits richtig zusammenzustellen, so kann alles erstaunlich einfach laufen – Qualitäten wie Harmonie, Synthese und freundschaftliche Zusammengehörigkeit dürfen sich ganz natürlich zeigen. Dummerweise ist nur ein geringer Prozentsatz aller Teams bereits ein „dream.team“. Wie Menschen effektiv und liebevoll in Gemeinschaft agieren können, ist offensichtlich gerade ein großes Lernfeld für die Menschheit.

Und um die Struktur des einzelnen zu erkennen und daraus ein optimal zusammenpassendes Team zu kreieren, gibt es das simple aber effektive Werkzeug des GanzHeilIch. Hier werden 12 verschiedene Teamqualitäten identifiziert, von denen in einem dream.team alle vorhanden zu sein haben.

Die 12 essentiellen Teamqualitäten sind folgende:

  • Flexibilität
  • Zusammenhalt
  • Ordnung
  • Verbindlichkeit
  • Kapazität
  • Fokus
  • Kreativität
  • Präsentation
  • Planung
  • Administration
  • Auswertung
  • Kontrolle

Fehlen bestimmte Qualitäten, so werden in diesem Bereich immer wieder Schwierigkeiten auftreten. Sind diese Qualitäten aber alle vorhanden, so passiert etwas interessantes: Die individuellen Qualitäten und auch Schwierigkeiten des Einzelnen treten in den Hintergrund, d.h. es werden im dream.team fruchtbare Prozesse liebevoll und optimal ausgerichtet umgesetzt. Themen wie Ego/Minderwertigkeitsgefühle, emotionales Auf und Ab, körperlicher und geistiger Stress, Sorge ums Wohlbefinden und übermässiges Denken fallen dabei weg.

Jeder Mensch ist individuell,

doch erst durch die Brücke

liebevoller Gemeinschaft

wird das Individuum zum Ganzen

und die Ganzheit vollkommen

Alles Liebe,

Geri

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9 Zentren, 8 Trigramme: Das Wurzelzentrum

Hallo meine lieben Leser,

um wieder etwas mehr zu den Wurzeln dieses Blogs zurückzukehren, starte ich heute eine Artikelreihe über die neun Zentren des Human Design Systems – und selbstverständlich starte ich beim Wurzelzentrum. Wie der Titel aber bereits verspricht, werde ich den spannenden Zusammenhängen zwischen den acht Trigrammen des Ba Gua und den Zentren mehr Aufmerksamkeit widmen.

 

BaGua

 

Ba Gua bezeichnet die acht Trigramme, aus denen die 64 Hexagramme des Yi Jing zusammengesetzt sind – oben in der Grafik in der Nach-Himmels-Anordnung zu sehen. Jedes der 64 Hexagramme ist eine Kombination aus einem oberen und unteren Trigramm – sind diese Trigramme gleich, spricht man auch von einem Doppelhexagramm (z.B. Tor 1 ist Himmel über Himmel, Tor 2 ist Erde über Erde). Diese Doppelhexagramme stellen sozusagen die reine Eigenschaft dieses Trigramms dar, während andere Hexagramme eine Mischung von 2 Trigrammeigenschaften sind. Hier zur Übersicht eine Auswahl von Begriffen, die mit den jeweiligen Trigrammen assoziiert werden:

Trigramme2630 ☰.svg Himmel Ausdehnungsenergie; das wärmende Prinzip der Sonne, durchdringend und befruchtend. Das himmlische erzeugende (=männliche) Prinzip.
Kopf, Führer, Kraft, Stärke, höhere Ordnung; Angriff, Kampf, Konfrontation, feindliches Eindringen.
Trigramme2637 ☷.svg Erde Empfangende Energie; Ergebnis, Gewinn, Akzeptanz. Das irdische (=weibliche) Prinzip.
Trigramme2635 ☵.svg Wasser Gefahr, Wildwasser, Wolken, Regen; Schlucht, Abgrund, Graben, Grube, Falle, Fangschlinge, Loch; Bloßstellung, Krise; Mond
Trigramme2632 ☲.svg Feuer Sonne, Strahlung, Licht, Tag, Klarheit; Schnelle Bewegung, Abreise, Trennung; Außerordentliche Wildheit, Fremdartigkeit; Eleganz, Verfeinerung
Trigramme2633 ☳.svg Donner Aufregung, Umsturz, Spaltung; Erwachen, Aufschrecken, Erschütterung, Bewegung, Zittern, Beben, Erdbeben; Herauskommen
Trigramme2634 ☴.svg Wind Sanfte Durchdringung, Beweglichkeit; Milde, Nachgiebigkeit, Fügsamkeit, Anpassung; Holz
Trigramme2636 ☶.svg Berg Stille, Ruhe, Innehalten, Beständigkeit; Aufrichtigkeit; Entschlossenheit
Trigramme2631 ☱.svg See Wechsel (aber auch Stillstand), Ausgleich, Ausgeglichenheit, Befriedigung; Freude, Spaß, Vergnügen; Gewicht

(Quelle: Wikipedia)

Für die Betrachtung des Wurzelzentrums sind besonders die Trigramme Berg und See relevant. Warum das? Nun, erstens gibt es zwei Doppelhexagramme in diesem Zentrum – nämlich Tor 52 (Berg über Berg) und Tor 58 (See über See). Und zweitens haben alle Tore des Wurzelzentrums entweder Berg oder See als unteres Trigramm. Gut zu sehen ist das im grossen Rad:

WurzelMandala

Was sagt uns das über das Wurzelzentrum? Es sagt uns, das eine gesunde (nicht extrem konditionierte) Wurzel aus Ruhe bzw. aus Freude heraus handelt. Dies sind die Quellen der Wurzelenergie. Physiologisch hängt dieses Zentrum unter anderem mit den Nebennieren zusammen, die essentiell für unser Adrenalinsystem (Kampf/Flucht) sind. Es ist gesund für uns, wenn dieses System die meiste Zeit in Ruhe ist bzw. durch positiven (Eu-)Stress angeregt wird. Wird jedoch ständig Adrenalin ausgeschüttet bzw. durch als negativ empfundenen Stress aktiviert, so ist es mit unserer Ruhe und Freude vorbei und unser Körper wird stark belastet.

Interessant ist es auch, sich einzelne Tore zu betrachten und auch die gegenüberliegenden Tore im Kanal dazu. So wurzelt z.B. die Energie von Tor 18 (Berg über Wind), die Korrektur, in Tor 58 (See über See), die Freude. Also wäre die natürliche Herangehensweise einer Korrektur: Aus purer Freude (Tor 58) an der Verbesserung (Tor 18) in Ruhe, aber entschlossen (Tor 18, Berg) und sanft (Tor 18, Wind) wirken. Und schon kann sich jeder die Frage stellen: Gehe ich in natürlicher Weise an die Korrektur heran? Schon hat man wieder ein Thema gefunden, an dem man arbeiten kann 😉

Sowohl das Bild eines Bergs als auch das eines Sees sind Dinge, die Ruhe ausstrahlen. So gesehen passen diese unteren Trigramme sehr gut zum Wurzelzentrum, denn einer definierten Wurzel wird ja ein gewisse Unempfindlichkeit gegenüber körperlichem Stress, der von Aussen kommt, nachgesagt. Man könnte auch sagen, das Wurzelzentrum zeigt uns, wie stark Ruhe und Freude miteinander verwoben sind und wie wichtig eines davon für das Andere ist. Um mit einem Zitat von Lao-Tse zu schliessen: „Wunschlosigkeit macht still, und die Welt wird von selber recht.“

 

Viel Freude mit dem Nachdenken in Ruhe,

Geri

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Flatland

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich mich einem Thema widmen, das mir in letzter Zeit öfter untergekommen ist – ich hörte Fragen wie „Kann ich das überhaupt verstehen?“ und Aussagen wie „Wenn es etwas ‚Höheres‘ gibt, ist das sowieso jenseits von allem, was ich verstehen kann“. Letzteres ist ein Glaubenssatz, der einem die Bequemlichkeit erlaubt, nicht über den Tellerrand hinausschauen zu müssen – allerdings wird einem jeder Käfig bzw. jede Beschränkung irgendwann unangenehm und man will seine Grenzen erweitern. Ist man an diesem Punkt angelangt, sollte man sich nicht von Zweifeln und Glaubenssätzen bremsen lassen.

Jeder halbwegs klar denkende Mensch könnte es intellektuell verstehen (und jeder könnte es erfahren), dass unsere physische Realität nur eine Teilmenge einer höherdimensionalen Realität darstellt.

Dummerweise ist der vorhergehende Satz so kurz gefasst, dass er nicht viel dazu beiträgt, die Zweifel am Verständnis zu lösen. Und bevor ich versuche, das Rad neu zu erfinden, indem ich die Dimensionsfrage hier ein bisschen erläutere, verweise ich stattdessen auf ein brillantes Werk des englischen Schriftstellers/Mathematikers/Theologen Edwin A. Abbott – es handelt sich um Flatland. Dieses Buch aus dem Jahre 1884 spielt in einer zweidimensionalen Welt namens Flatland, in der der Protagonist (Ein Quadrat) erst eine eindimensionale Welt (Lineland) betrachtet und sich über die beschränkte Perspektive der Einwohner wundert und amüsiert. Schliesslich wird er selbst von einem Einwohner von Spaceland, einer dreidimensionalen Welt, besucht, und wird mit seinen eigenen Beschränkungen konfrontiert.

flatlandcover

Ich möchte gar nicht weiter auf den Inhalt eingehen, um jedem die Möglichkeit zu geben, dieses Werk selbst zu erfahren, ohne zu wissen, was wann passiert. Es gibt deutsche Ausgaben zu kaufen, das englische Original kann man sogar online hier lesen und alternativ kann ich den Animationsfilm von Ladd Ehlinger aus dem Jahr 2007 auch sehr empfehlen. Vorsicht beim Film – es gibt kurioserweise eine zweite Verfilmung aus demselben Jahr, die bei den meisten Leuten weniger gut angekommen ist als die obige.

Flatland ist eine wunderbare Allegorie, die uns aufzeigt, wie schwierig es ist, manche Dinge zu erklären, solange man nur innerhalb der bekannten Dimension denkt. Jede Sichtweise in irgendeiner Art beschränkt, deswegen ist es gut, verschiedene Standpunkte einzunehmen, um sich einen Überblick zu verschaffen.

 

viel Spass beim Kennenlernen von Flatland, liebe Spacelander 😉

Geri

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Prioritäten und Reue

Hallo meine lieben Leser,

zum heutigen Artikel hat mich eine Buchrezension inspiriert, es geht um das Buch „Die 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ von der Australierin Bronnie Ware. Bronnie arbeitete mehr als 8 Jahre als Palliativpflegerin für todkranke Menschen und ihr fiel auf, dass es einige gemeinsame Nenner gab – wenn Sterbende auf ihr Leben zurückblicken, bereuen sie oft die gleichen Dinge. Die Top 5 ihrer gesammelten Reueliste lautet wie folgt:

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1. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“

Das bedauern laut Bronnie Ware fast alle Menschen. Es gibt so viele Leute, die durchs Leben gehen und die meiste Zeit Dinge tun, von denen sie glauben, dass andere sie von ihnen erwarten. Oft glauben die Menschen, sie müssten sich auf eine gewisse Weise verhalten, um geliebt und akzeptiert zu werden, dass das, was sie sind, nicht genügen würde. Meist wird der Grundstein für dieses Muster bereits in der Kindheit gelegt – wenn etwa dem Kind gesagt wird „Wenn du dies oder jenes tust, habe ich dich nicht mehr lieb“ oder das Kind als „böse“ stigmatisiert wird wenn es unerwünschte Verhaltensweisen zeigt. Wird so eine Programmierung über Jahre verfestigt und auch nie der Versuch unternommen, diese zu löschen, ist die Wahrscheinlichkeit für ein erfülltes Leben gering. Gerade um solche Muster zu durchbrechen, finde ich Human Design als Werkzeug äusserst nützlich, da es dabei ganz stark darum geht, das individuelle Ich anzuerkennen und lieben zu lernen.

2. „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet“

Angeblich berichteten fast alle Männer, die Bronnie Ware betreute, dass sie zu viel gearbeitet und zu wenig gelebt hätten – weil sie Angst hatten, nicht genug Geld zu verdienen, oder ihrer Karriere wegen. Ich denke, das ist auch ein sehr aktuelles Problem in unserer westlichen Kultur – viele Menschen geraten in die wirtschaftliche „Tretmühle“, in der sie sich abstrampeln, nur um irgendwann zu realisieren, dass sie bei den wirklich relevanten Dingen im Leben kein Stückchen weiter gekommen sind. Aus dieser „Tretmühle“ rechtzeitig wieder rauszukommen, ist oft ein schwieriges Unterfangen, weil so viele kollektive Angstthemen damit verknüpft sind. Nach meiner Erfahrung ist es hierbei sehr hilfreich, das eigene Weltbild zu erweitern – sei es durch Reisen in andere Kulturen oder noch besser durch das transzendieren des physischen Weltbildes, was jedem im eigenen Wohnzimmer möglich ist.

3. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken“

Bronnie Ware schreibt, dass viele Menschen ihre Gefühle um des lieben Friedens willen unterdrücken – das führe dazu, dass sich viele in einer mittelmässigen Existenz einrichten und nie zu dem werden, was sie hätten sein können. Sie glaubt auch, dass viele Krankheiten ihrer Patienten sich daraus entwickelten. Dieser Interpretation schliesse ich mich an, denn wenn das Innen und das Aussen eines Menschen in Dissonanz sind, so kann sich das durchaus in einer Krankheit äussern. Die Schwierigkeit beim ehrlichen Ausdruck von Gefühlen besteht oft darin, den Anderen (üblicherweise ein geliebter Mensch) nicht damit zu überfordern, gleichzeitig aber auch nicht alles unverarbeitet in sich hineinzufressen. Hierbei hat sich für mich die Vulkanübung als nützliches Werkzeug erwiesen, weil sie eine Art geschützten Rahmen für den Gefühlsausdruck schafft.

4. „Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten“

Viele von Bronnies Patienten bedauerten, dass sie nicht genügend Zeit in ihre Freundschaften investiert hatten – jeder vermisse seine Freunde, wenn er stirbt. Dieses Problem hängt meines Erachtens auch stark mit Punkt 1 und 2 auf der Liste zusammen, denn wenn man in der „Tretmühle“ ist, hat man oft wenig Zeit für die Freunde. Und wer nicht den Mut hat, sein eigenes Leben zu leben, wird vielleicht manche liebgewonnene Menschen nur selten treffen, damit nicht Andere schlecht über seine Gesellschaft denken.

5. „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein“

Hier geht es darum, dass viele Menschen zwar grundsätzlich erfolgreich im Leben sind, sich jedoch ständig auf Dinge fokussieren, die nicht so laufen, wie sie es gerne hätten. Dadurch sehen sie nur ihre „Fehlschläge“ anstatt ihrer Erfolge und klammern sich an das Gefühl des Unglücks, anstatt sich über die Dinge, die sie erfolgreich erreicht haben, zu freuen. Wenn man zu sehr in alten Mustern verstrickt ist, wie das Leben zu laufen hat, ladet man natürlich das Unglück ein, statt sich entspannt dem hinzugeben, was sich ergibt. Hier kann es hilfreich sein, bewusst die eigene Aufmerksamkeit auf die positiven Aspekte im Leben zu richten, um sich wieder an den kleinen Dingen erfreuen zu können und das eigene Glück wiederzuentdecken.

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(Quelle: The Fountain von Darren Aronofsky)

Für mich sind diese Gedanken eine gute Einladung, sich selbst mal einige Fragen zu stellen, besonders bezüglich der eigenen Prioritäten im Leben. Bei einigen von Bronnies Patienten war es so, dass sie kurz vor oder nach dem Pensionsantritt, wo sie dann endlich „ihres“ leben wollten (davor hatte man ja keine Zeit), plötzlich schwer erkrankt sind und schliesslich kurz darauf voller Reuegefühle starben.  Daher ist es sinnvoll, sich mit der leiblichen Sterblichkeit und dem Tod zu beschäftigen, ehe der Tod sich mit einem beschäftigt. Wie der deutsche Schriftsteller Karl August Varnhagen von Ense so schön schrieb: „Der Mensch fürchtet den Tod nur, weil er noch nicht glücklich genug gewesen ist.“ Und in China gibt es das Sprichwort: „Als du auf die Welt kamst, weintest du und um dich herum freuten sich alle. Lebe so, dass, wenn du die Welt verlässt, alle weinen und du lächelst.“

inspiriertes Nachsinnen wünscht euch,

Geri

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Alle in einem Boot

Ein erfolgreiches und liebevolles neues Jahr wünsche ich,

heute möchte ich mich aus Human Design-Perspektive einem sehr wichtigen Thema, einer fundamentalen Erkenntnis annähern: Wir sitzen alle in einem Boot.

Bevor man diesen wohlbekannten und meist fehlverwendeten Aphorismus als Binsenweisheit abtut, sollte man sich doch erstmal näher damit befassen. Der wichtigste Punkt in diesem so simplen Statement liegt im Wort „alle“ – wer ist damit nun gemeint? Ganz einfach, jeder natürlich 😉

Aber um das zu konkretisieren: Im Human Design spricht man von den sogenannten „Designkristallen“ und „Persönlichkeitskristallen“, wobei man landläufig zu zweiteren auch Seele oder Seelenanteil sagen könnte. Dies ist zwar immer noch eine „kleine“ Perspektive (im Sinne der Theory of Everything), umfasst aber immerhin unser physisches Universum inklusive einiger nicht materieller Anteile, ist daher für mein heutiges Thema vorerst ausreichend umfassend. Ich reduziere die Sichtweise nochmal und definiere mal das „Boot“ aus unserem Aphorismus als unsere Erde, der Planet auf dem wir wohnen. Hier ist es nun laut Human Design so, dass jedes lebende Wesen einen Persönlichkeitskristall und einen Designkristall (zuständig für das Materiell-Körperliche) in sich trägt. Zwischen den Persönlichkeitskristallen gibt es keine Unterschiede per se, sondern erst durch Erfahrungen in diversen Verkörperungen wird die Qualität des jeweiligen Bewusstseins erhöht. Besser organisiertes Bewusstsein, das sich bereits etwas entfaltet hat, kann sich effektiver weiterentwickeln, indem es komplexere Lebensformen als „Träger“ verwendet, da dann die Lernfelder breiter sind. Für einfachere Bewusstseinseinheiten ist ein restriktiveres Lernumfeld sinnvoller, damit man sprichwörtlich zuerst einmal stehen lernt, bevor man zu Laufen beginnt (d.h. hier werden einfachere Lebensformen gewählt). Was unbelebte Materie wie z.B. Steine betrifft, so tragen sie keine Persönlichkeitskristalle, filtern jedoch Bewusstsein, was bedeutet, dass sie einen Einfluss auf das Leben rundherum haben.

Der vorige Absatz sagt also nun folgendes aus: Jegliches Leben auf diesem Planeten – wirklich jegliches, das inkludiert auch Topfpflanzen und Fadenwürmer – wird von äusserlich identen Persönlichkeitskristallen (Seelen) bewohnt, die sich ausschließlich darin unterscheiden, in welcher Phase der individuellen Entwicklung sie sich befinden. Durch die Wahl des Lebewesens ist natürlich auch die mögliche Wahrnehmung der Umwelt entsprechend eingeschränkt, ein Baum nimmt die Umwelt eben anders wahr als eine Biene oder ein Gorilla, selbiges gilt für die Ausdrucksmöglichkeiten.

Ich lasse dem Leser nun einen Absatz lang Zeit, um über das Geschriebene nochmal nachzudenken (das Wort Nachdenken kommt übrigens daher, weil der Verstand immer erst anspringt, nachdem die wichtigen Dinge schon passiert sind 😉 )

So, genug mit dem Nachdenken, wir kommen zum Überlegen (ich lege noch eine Schicht drüber, damit das Nachdenken lustiger wird 😉 ). Wer könnte nun diese Gruppe „alle“ bilden, die im selben Boot sitzen? Ich gebe einen Hinweis: Die Antwort beginnt mit „jegliches“ und endet mit „Leben“. Inkludiert sind dabei sogar alle Menschen – ja, alle, sogar die, die wir glauben zu hassen. Nicht nur solche Menschen, die spezielles bedrucktes Papier (auch Pass genannt) besitzen, das sie glauben lässt, sie wären getrennt von Menschen mit anderem speziell bedruckten Papier oder gar jenen überlegen, die kein solches Papier besitzen. Auch schliesst alle nicht nur jene Menschen mit der „richtigen“ Hautfarbe, mit dem „richtigen“ Geschlecht, der“richtigen“ Einstellung oder der „richtigen“ sozialen Gruppierung ein. Alle meint wirklich alle.

Und es ist wichtig, dass alle Lebewesen in diesem grösseren System „Erde“ harmonisch miteinander zusammenarbeiten, damit das Gesamtsystem überlebensfähig bleibt. Ich höre bereits in meinem geistigen Ohr Zwischenrufe aus den Reihen der Leserschaft: „Wie soll das denn gehen? Mit Person/Gruppierung X kann man nicht zusammenarbeiten, weil sie Y ist und Z tut!“ Solche Einwände entstehen fast immer durch eine beschränkte Sichtweise auf die Dinge – das ist jetzt nicht abwertend gemeint, denn jeder von uns hat eine beschränkte Sichtweise und erst durch die schrittweise Ausweitung der eigenen Perspektive erlangt man ein anderes Verständnis. Jemand, der sich immer nur Puzzlestein Nr. 356 von insgesamt 12.000 Teilen betrachtet, wird durch die Aussage, dies stelle Michelangelos „Erschaffung Adams“ dar, eher irritiert sein – woher soll man sowas schliesslich wissen. Wenn man sein Blickfeld dann immer noch nicht vom einzelnen Puzzlestein abwendet, um sich die Verpackungsschachtel zu betrachten, wird man das ganze Bild eben nicht erkennen können.

Nun will ich noch einen Versuch unternehmen, die Perspektive meiner Leserschaft vielleicht ein wenig zu erweitern, indem ich das Gleichnis von Bruce Lipton (ein bekannter Zellbiologe) mit den Zellen verwende. Lipton fand durch seine Forschungen heraus, dass das eigentliche „Gehirn“ der Zelle nicht im Zellkern sitzt, sondern in der Zellmembran. Und dieses „Gehirn“ ist im Grunde nur ein Empfänger von äusserer Information über verschiedene Rezeptoren, aufgrund dieser Information wird die Zelle gesteuert. Wenn man sich den Marsrover der NASA vorstellt, so fährt er zwar über die Marsoberfläche, wird aber von der Erde aus gesteuert – so könnte man sich im Groben auch die Zelle als ein Vehikel vorstellen, das von einer anderen Stelle aus gesteuert wird (nämlich von unserem Bewusstsein). Ich will an dieser Stelle gar nicht näher darauf eingehen, wer darüber nur fragend die Stirn runzelt, kann sich zur weiteren Information z.B. folgendes Interview von Bruce Lipton zusamen mit Tom Campbell ansehen, worin er auch genau darauf eingeht:

Wenn nun also die Zellmembran, also die Oberfläche der Zelle, die Steuereinheit darstellt, wäre es evolutionstechnisch sinnvoll, die Oberfläche so groß wie möglich zu entwickeln (um die Möglichkeiten des Organismus zu maximieren). Das geschah bei der einzelnen Zelle bis zu einer Größe, die sich als optimal für den Organismus herausstellte, wo dann die Evolution der einzelnen Zelle halt machte. Da das Leben aber aus stetiger Weiterentwicklung besteht, musste ein Weg gefunden werden, die Oberfläche noch weiter zu vergrößern, ohne die Überlebensfähigkeit der Einzelzelle durch weitere Vergrößerung der Zelle zu verschlechtern. Dadurch bildeten sich Gemeinschaften von Zellen, Einzeller entwickelten sich zu Vielzellern, und durch die Zusammenarbeit vieler einzelner Zellen erhöhte sich die gesamte Oberfläche wieder sprunghaft, es bildeten sich komplexere Lebensformen, die wesentlich mehr Möglichkeiten hatten als zuvor. Es dauerte eine ganze Weile, bis sich ein so komplexes Lebewesen wie der Mensch mit insgesamt 100 Billionen Zellen im Zellverband entwickelte, aber auch hier stoppte die Entwicklung des einzelnen Menschen dann bei der optimalen Größe. Das war vor vielen zehntausenden Jahren. Seither wird wieder versucht, die Gesamtoberfläche zur Weiterentwicklung zu maximieren – Menschen schlossen sich in Familien, Gruppen, Stämmen, Nationen etc. zusammen. Hieraus ergibt sich logischerweise auch der Sinn und Zweck globaler Zusammenarbeit – wir sind alle Teil eines größeren Ganzen (das dann ebenso wieder Teil eines größeren Ganzen ist).

Im Moment ist das Lebewesen „Menschheit“ noch äusserst instabil und könnte sich auch noch zu einer Fehlgeburt entwickeln, wenn die einzelnen Zelleinheiten nicht vollständig kooperieren. In einem einzelnen Körper entstehen, wenn Zellen gegeneinander arbeiten, Krankheiten wie Krebs oder Autoimmunstörungen – die Menschheit benutzt gerne Waffen, um sich gegenseitig umzubringen. Um unser Potential entfalten zu können, ist es unumgänglich, harmonisch miteinander zusammenzuarbeiten. Jegliche künstliche Trennung voneinander wie z.B. Grenzziehungen, Glaubenssätze (Vorurteile), Ängste oder andere Egothemen säen immer nur Konflikte. Damit will ich nicht sagen, dass diese Abgrenzungen von vornherein Unsinn waren, sie dienten eine Zeitlang dazu, unsere Entwicklung zu schützen. So wie wir einem Baby Windeln anziehen, damit nicht alles schmutzig wird, ist das genauso eine Zeit lang sinnvoll – aber wenn man mit 18 immer noch Windeln trägt, ist das nicht mehr sinnvoll (Nachtrag: Ja, windelfrei ist natürlich ebenso eine Option, für diese Metapher aber unpassend).

Wir sind jetzt in einer Zeit inkarniert, in der es wichtig ist, dass mehr und mehr Menschen ihre Perspektive erweitern, um den Weg der Harmonie einzuschlagen. Und das allerwichtigste, um die Zusammenarbeit Aller zu gewährleisten ist: Die eigene Liebesfähigkeit zu erhöhen – denn nur die Liebe kann uns näher zusammenbringen. In der Tat ist dies die wichtigste aller Aufgaben, denn jeder Einzelne kann das vollbringen – und nur der Einzelne, kein Anderer kann das für einen machen. Je mehr Menschen sich darin erfolgreich weiterentwickeln, desto besser wird das Leben sowohl für den Einzelnen als auch für die Menschheit als Ganzes.

So sitzen wir alle in einem Boot,

Geri

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Theory of Everything

Einen schönen Advent wünsche ich,

heute möchte ich über etwas schreiben, das nicht direkt mit Human Design zu tun hat, und zwar geht es um das Buch „My Big TOE“ von Thomas Campbell, das ich unlängst gelesen habe. Das TOE im Titel steht für Theory of Everything und bezeichnet den kühnen Versuch, mit Hilfe weniger Grundannahmen ein großes Bild zu zeichnen, das in westlich-wissenschaftlicher Sprache (aber ohne Formeln) die Wirklichkeit, wie wir sie kennen, vollständig erklärt. Klingt ein wenig unrealistisch, aber meines Erachtens war er erfolgreich.

mybigtoe

Auf Deutsch ist im Moment nur der erste Teil der Trilogie verfügbar, aber wer sich vor einem 800seitigen Werk in englischer Sprache nicht scheut, kann es sogar frei über Google Books lesen. Was für mich der spannendste Kern der Sache ist: Tom Campbell hat nicht einfach irgendwelche theoretischen Überlegungen angestellt, um zu einer logischen Theorie zu kommen, sondern er hat in etwa 30 Jahren direkt verschiedenste „materielle“ und „nichtmaterielle“ Welten kennengelernt, wodurch er unsere Wirklichkeit aus einer höheren, übergeordneten Ebene betrachten konnte. Von Beruf ist er übrigens Physiker und hat unter anderem für die NASA gearbeitet, es handelt sich also nicht um jemanden, den man leicht als Spinner abtun kann (was natürlich der bequeme Weg ist, um seine festgefahrene Weltsicht nicht ändern zu müssen). Mittlerweile hält er viele Vorträge, die man auch über Youtube anschauen kann.

 

 

Doch zurück zum Buch: Im Grunde trifft Tom Campbell nur zwei Grundannahmen, nämlich erstens, dass es zu „Anfang“ eine absolut grenzenlose Einheit gab, die entgegen ihres Namens aber sehr wohl begrenzt ist, jedoch so gross, dass es für uns wie unendlich erscheint. Dieses „Alles-was-ist“ ist bewusst und digitaler Natur, also aus diskreten Einheiten aufgebaut, ausserdem könnte es noch weitere übergeordnete Realitätsebenen geben, die wir aber nicht fassen können, weil das ungefähr so weit weg für uns ist, wie für ein einzelnes Atom eines unserer Darmbakterien keinerlei Verständnis für unsere Steuererklärung da ist. Also sollte es korrekterweise auch nicht „Theorie von Allem“ heissen, sondern „Theorie von Allem, was wir je ansatzweise nachvollziehen können“. Wir stossen da also auch auf die Grenze, die wir in unserem Universum als Urknall bezeichnen – der Punkt, an dem die Kausalität zusammenbricht. Wenn jeder Ursache eine Wirkung vorangehen muss, was war, bevor Zeit und Raum existierten? Für das große Bild lässt sich die Frage nicht beantworten, jedoch für unser kleines Bild – nämlich für unser Universum, und sogar für die darüberliegende, höhere Realitätsebene.

Um sich das besser vorstellen zu können, denken wir nur an unsere Geburt – wir selbst haben keine Ahnung davon, wie wir entstanden sind, es ist ein Mysterium aus unserer Sicht. Aus Sicht unserer Eltern war sowohl die Entstehung unseres Lebens, als auch was davor war, ziemlich banal und klar (auch wenn sich Eltern oft damit schwertun, diese eigene Klarheit ihren Kindern ohne ins Stottern zu geraten weiterzugeben 😉 )

Die zweite Grundannahme, die Tom Campbell trifft, ist das, was er den Fundamentalen Prozess nennt, etwas was wir auch als Evolution wahrnehmen, bei dem es im Grunde darum geht, dass Bewusstsein effizienter wird. Durch die Wechselwirkung von der absolut grenzenlosen Einheit mit dem Fundamentalen Prozess entstehen Zeit und Realitäten mit eingeschränkten „Freiheitsgraden“. Was wir z.B. als Raum bzw. Raumzeit wahrnehmen, ist eine Einschränkung, die nur den Sinn hat, weniger entwickeltes Bewusstsein möglichst effizient zur Selbstverbesserung zu bringen – wir sind wie Spieler eines virtuellen Realitäts-Spiels. „Verbesserung“ im Sinne des Fundamentalen Prozesses ist eine Verringerung der Entropie des Bewusstseins – also eine Erhöhung der inneren Ordnung zum Zwecke effizienterer Selbstorganisation. Effizienteres Bewusstsein mit niedriger Entropie nehmen wir als liebevoll und angstfrei wahr. Im Umkehrschluss ist es daher unsere Aufgabe, unsere Ängste loszuwerden und liebevoller zu werden. Theoretisch können wir genauso den anderen Weg gehen, Ängste schüren und uns auf Kosten vieler Anderer selbst „erhöhen“ (unser Ego aufzublähen) – aber dabei verhalten wir uns im Grunde wie Krebszellen in einem grösseren Organismus, das Verhalten ist fürs grosse Ganze nicht effizient.

Was bringt es uns, aus der kleinen Perspektive gesehen, unser Bewusstsein zu verbessern? Ganz einfach, wenn wir den Lernstoff unseres „kosmischen Kindergartens“ gut verinnerlicht haben, können wir endlich die nächst höhere „Schulstufe“ besuchen, was bedeutet, wir können in einer höheren Realitätsebene weiterlernen, die mit weniger Einschränkungen behaftet ist. Dadurch stehen uns auch viel mehr Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung (wir dürfen sozusagen endlich selbst Feuer machen und die scharfen Messer benutzen 😉 ). Jeder kann sich im Endeffekt nur selbst weiter verbessern, andere Menschen können immer nur hilfreiche Ratschläge geben, aber die Tür müssen wir immer selbst durchschreiten.

Mein Fazit: Ein ganz wunderbares Buch voller sehr grosser Wahrheiten, die man aber erst durch Erfahrung zu eigenen Wahrheiten machen muss. Es sollte besonders westlich-wissenschaftliche Menschen mit dominanter linker Hirnhälfte ansprechen, aber durchaus auch andere Sucher von Antworten. „Skeptisch, aber offen“ ist die vom Autor empfohlene Herangehensweise an das Buch wie auch ans Leben. Auch für mich persönlich, obwohl ich mich schon vielen Weisheitsbüchern gewidmet habe, kamen einige neue Erkenntnisse hervor – mein Verständnis von Raum und Zeit hat sich erweitert, und auch der scheinbare Widerspruch zwischen freiem Willen und Zukunftsvorhersagen hat sich aufgelöst. Wer also schon immer mal verstehen wollte, warum kuriose quantenmechanische Phänomene wie Doppelspaltexperiment, Quanten-Zeno-Effekt oder Delayed Choice Quantum Eraser im Grunde völlig logische Konsequenzen eines grösseren Weltbildes sind (und welche noch kurioseren Dinge sich dabei ergeben), der möge „My Big TOE“ eine Chance geben.

 

In diesem Sinne Go, Team Rats!

Geri

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Neuorientierung

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Hallo mal wieder,

heute geht es um meine aktuelle Neuorientierung, die mein berufliches Herangehen betrifft. Dem Human Design bleibe ich natürlich treu, ist es mir doch ein unschätzbares Werkzeug – jedoch ändere ich die Art und Weise, wie ich es von nun an benutze. Es wird mir das Human Design fortan die wichtige Basis bilden, die mir ein größeres Verständnis meines Klienten ermöglicht, aber ich bleibe nun nicht mehr bei der „klassischen“ Analyse der Körpergrafik stehen (und werde diese auf das jeweils Wesentliche reduzieren), sondern verwende diese Informationen, um ganz konkrete Themen zu erlösen, und zwar sowohl logisch als auch intuitiv. Welche Methoden dabei zum Einsatz kommen, sind völlig von der Resonanz des Einzelnen abhängig – es kann sein, dass ich mit Düften, mit Steinen, mit Frequenzen, Formen, Farben oder Wasser arbeite. Vielleicht ist es auch hilfreich, einen bestimmten Kraftort oder eine Quelle aufzusuchen, oder jemand benötigt eine Aufstellungsarbeit – was auch immer dem einzelnen in seiner Entwicklung hilft, werde ich verwenden, so weit meine Kompetenzen reichen. Wenn ich merke, dass ich nicht der Richtige bin, um jemandem zu helfen, so versuche ich, den richtigen Helfer zu finden.

An mich können sich also Menschen wenden mit allen möglichen Themen ihres seelischen, geistigen und körperlichen Wohlbefindens, seien es Probleme mit Beziehungen, Ängste/Abneigungen, Wunsch nach Selbsterkenntnis, Unverträglichkeiten, persönliche Verhaltensweisen, die man nicht in den Griff bekommt – was auch immer einen gerade bewegt, so dass man wieder zurück in die eigene Mitte und Ruhe kommen kann.

Eine weitere wichtige Änderung: Sandra wird mich fortan bei meiner Arbeit unterstützen, ebenso werde ich dafür bei ihren Arbeiten assistieren – wir ergänzen uns einfach sehr gut, und Yin und Yang wollen ja schliesslich im Einklang sein.

Nimbus - Quelle für Impuls OG

Diese begleitende Arbeit wird von uns kostenfrei angeboten, jedoch arbeiten wir nur dann mit jemandem zusammen, wenn es auch für alle Beteiligten sinnvoll ist.

Nachdem ich ja nun kein „klassisches“ Human Design mehr in dem Sinne anbiete, habe ich mir auch einen Namen für meine individuelle Herangehensweise überlegt – meine Methode werde ich fortan „Ganz Heil Ich“ nennen.

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Alles Liebe,

Geri

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Vom rechten Verstehen und nicht blindlings Hörig sein

Heute las ich einen schönen Artikel (bitte klicken) von einem Allgemeinmediziner, Herrn Christian Guth, aus Wien. Hier bekam ich von schulmedizinisch wissenschaftlicher Seite praktisch Anwendbares und für mich Nachvollziehbares bestätigt. Die Grundsatzfrage war ob Weizen, denn von Grunde auf gut oder schlecht sei!

Brot mit Sonnenblume
Und am besten gefiel mir sein Zitat, „Vor einigen Jahren habe ich den Schwerpunkt in meiner Arbeit mit dem Thema Ernährung darauf gelegt, Menschen dahin zu begleiten, ihrem Körpergefühl wieder mehr zu vertrauen, als den Ratschlägen von Experten oder dem neusten Buch auf dem Markt.“

Im Grunde ist der Ansatz von Human Design von Geri oder auch meiner mit Wildpflanzen einer, der den Menschen sagt, spürt rein in euch. Schau mal, was könnte diese Pflanze für dich bedeuten? Ja, ich unterstütze dich häufige Giftpflanzen zu erkennen und die für dicht jetzt bedeutendsten Wildkräuter mit verschiedenen Sinnen zu erkennen … doch dann ist es an dir heraus zu finden, ob du lieber 3mal am Tag warmen Tee mit Pflanzenauszügen trinkst oder Brennesselsamenbutter aufs Brot streichst. Jeder Mensch ist so unterschiedlich, jedem ist etwas anderes angenehm. Wie können da ein oder zwei Ernährungswege die passenden für Tausende von Menschen sein?

Mit Farbe und Ton in Kombination mit der Körpergrafik im Human Design lässt sich zeigen, das der eine schnelle Energien benötigt (nicht allezeit und für jeden Zucker, Honig, Ahornsirup …  von Grund auf böse sind) und für eine andere ist es förderlich regelmäßig Bewegung zu machen sowie im direkten Sonnenlicht zu speisen.

Selbst Aussagen des Human Design sollten nicht blindlings befolgt werden! Sondern ist es wichtig, diese Empfehlungen für sich selbst zu verifizieren. Auch das Human Design ist noch nicht vollständig verstanden oder gar unfehlbar.

Und wie siehst du das?

Herzlich

Sandra

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